Manga Review Sakuranbo Syndrome

Da die Übersetzung recht frisch abgeschlossen ist, (am 17.12.2015 kam das letzte Kapitel heraus), ich ihn genossen habe und er so klein ist, dass er nicht einmal einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat, hier ein Review zu Sakuranbo Syndrome, von Taku Kitazaki.
Ein Anime existiert soweit ich (und mein Google) weiß nicht. Die Übersetzung ist ebenfalls nur inoffiziell von Fans zu bekommen. Daher habe ich ihn auf Englisch gelesen, ob sich genug deutsche Fans gefunden haben, eine deutsche Übersetzung anzufangen, kann ich nicht sagen.

Zur Geschichte:
Wer "Der seltsame Fall des Benjamin Button" kennt das grundsätzliche Prinzip. Für alle anderen: Eine der Hauptpersonen des Mangas altert Rückwärts. Im Gegensatz zum oben genannten Film sind aber einige Eckdaten anderst:

  • Die Hauptperson ist nicht mit der Krankheit geboren, sondern ist bis zum Ausbruch normal gealtert
  • Es ist eine Krankheit, d.h. es wird an einem Heilmittel geforscht.
  • Die Verjüngung erfolgt in Schüben, die nach einer gewissen Zeit einsetzen und den Patienten einen gewissen Zeitraum (etwa 4-6 Jahre) "zurückwerfen"
  • Es "existiert" ein Aufhaltemittel, dass das Syndrom zwar am fortschreiten hindert, aber nur, wenn es regelmäßig geommen wird (mehr dazu gleich)

Hauptperson des Mangas ist Munenori Awaga (deutsche Schreibweise). Dier trifft eines Tages auf Rena Anami, welche am "Progressive Rejuvenation Syndrome" (ich übersetz das nicht) leidet. Sie will, verständlicherweise, verhindern, dass sie immer weiter jünger wird, bevor sie verschwindet.
Sie hat herausgefunden, dass sie hierfür ein bestimmtes Enzym braucht. Munenori Awagas Körper stellt dieses Enzym her. Das Problem: Es ist ein Speichelenzym, dass Luftkontakt nicht überlebt.
Packe auf diese Information die Tatsache drauf, dass die Wirkung nur etwa 24 Stunden anhält, das Enzym nur "natürlich" Vorkommt und mit Sayako Asou, Awaga auch eine Freundin hat und fertig ist der Plot.

Charaktere:
Die 3 Hauptpersonen haben Charakter. Alle drei sind meiner Meinung nach ordentlich ausgearbeitet. Es kommen nach und nach innere Konflikte und Widersprüche hoch, die jedoch insgesamt stimmig wirken. Einige spätere Facetten von Rena hatten ein wenig den Eindruck, dass sie einfach obendrauf gepackt wurden, um die Handlung weiter zu bringen, aber sie fügen sich trotzdem in ein Gesamtbild ein.
Die Nebencharaktere sind etwas zweidimensionaler, aber insgesamt auch gut getroffen und wirken, sofern sie öfters vorkommen, ebenfalls nicht platt.

Länge:
Der Manga ist in 11 Bücher mit insgesamt 95 Kapiteln aufgeteilt. Da ich den hinteren Teil nur Kapitelweise gelesen habe, habe ich keine Längen wahrgenommen. Auch wenn ich einmal vorher bereits das Gefühl hatte, einen guten Abschluss erreicht zu haben, waren die Kapitel danach auch passend und das entgültige Ende dann nochmal eine Spur besser.

Bewertung und Fazit:
Ich habe eine kleine Schwäche für dreier-Geschichten. Besonders wenn sie gut sind. Sakuranbo Syndrome erfüllt diese Kriterien. Vom Hocker hat es mich nicht gerissen und einen Hype würde ich um die Geschichte auch nicht machen. Aber sie ist auf jeden Fall lesenswert und gehört auf jeden Fall zu den besseren Geschichten, die ich gelesen habe.
Ich vergebe damit eine solide Note 2.

Ist das Review fair? Was ist eure Meinung? Feedback und Kritik sowohl am Manga als auch an diesem Review werden gerne gesehen.

Edit: Korrektur eines Fehlers, der durch eine Sicherungkopie und dadurch, dass ich mein Glipper nicht verwendet habe, zustande gekommen ist.