Anime-Review 2015: Winter

Das Jahr geht in ein paar Stunden zu Ende. Das ist üblicherweise die Zeit, in der man noch einmal auf die Geschehnisse des Jahres zurückblickt. Das Fernsehen war die letzten Tage ja auch voll von Jahresrückblicken.

Aus diesem Grunde möchten wir euch auch einen Rückblick bieten, der hoffentlich gut zu euren Hobbys passt: den Anime-Rückblick 2015. Diese Liste enthält nur eine Auswahl, wir können ja schlecht über Animes schreiben, die wir nicht selber geschaut haben.

Los gehts mit einer Auswahl an Animes der Wintersasion von FAlter.

Absolute Duo war einer der Animes, mit denen das Jahr begonnen hat. Vereinfacht gesagt spielt der Anime an einer Magieschule. Hier gibt es ein Duo-System, d. h. die Schüler trainieren und kämpfen in Paaren. Natürlich ist der Partner des männlichen Hauptcharakters das schöne silberhaarige Mädchen, das er ganz am Anfang der Serie gesehen hat.
Der Anime ist ganz ok zu schauen, sticht aber nicht besonders heraus, als dass er eine Empfehlung verdient hätte.

Akatsuki no Yona handelt von der Suche nach vier Drachen, bzw. den Nachkommen von Drachen. Nach dem Mord an ihrem Vater flieht Prinzessin Yona vom Königshof, gemeinsam mit ihrem Leibwächter Haku. Ein angesehener Priester rät ihr danach, nach den vier Drachen zu suchen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht spoilern.
Die Serie ist sehr spannend und verspricht, eine noch interessantere Fortsetzung zu bekommen, in der man die Drachen dann vielleicht mal richtig kämpfen sieht. Dieser Anime hat es auf jeden Fall verdient, weiterempfohlen zu werden.

Ansatsu Kyoushitsu bzw. Assassination Classroom war in der Szene ein sehr beliebter Anime, sodass ich auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen werde. Inhaltlich geht es um eine Klasse, die eine ungewöhnliche Kreatur als Lehrer bekommt. Wenn die Schüler es nicht schaffen, den Lehrer innerhalb des nächsten Schuljahres zu töten, wird er die Erde zerstören.

Binan Koukou Chikyuu Bouei-bu Love! ist ein Anime, der das Mahō-Shōjo-Konzept auf den Arm nimmt. Man könnte ihn nämlich als Mahō-Shōnen-Anime bezeichnen. Der Anime enthält die üblichen Klischees, also eine Gruppe Bishōnen, die durch einen Alien an magische Kräfte gelangt, kämpft gegen eine gegnerische Gruppe. Dazu müssen sie transformieren usw.
Wer Humor hat, wird diese Serie gerne schauen.

In der Wintersasion wurde auch der erste Teil von Cross Ange gezeigt. Er spielt in einer magischen Welt, in der ein paar Mädchen, die Mana zerstören, sobald sie mit ihr in Berührung kommen, gezwungen sind, die Welt gegen Drachen zu verteidigen. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Prinzessin dazu gehört? In der ersten Staffel erfährt man aber dann auch, wo die Magie tatsächlich herkommt. Das ist definitiv eine interessante Geschichte.

Von Garo gab es 2015 bereits zwei Serien mit voneinander unabhängiger Handlung, die zu unterschiedlicher Zeit in der gleichen Welt spielen. In beiden geht es dabei um den Kampf von sogenannten Makai Kishi gegen Horror genannte Wesen. Die erste Serie Garo: Honoo no Kokuin war ok, aber eine Empfehlung möchte ich eher der zweiten Serie abgeben. Da diese jedoch erst im Herbst kommt, müsst ihr dort weiterlesen.

Kantai Collection oder kurz KanColle ist vor allem wegen ihrer Moe-Charaktere sehr beliebt. Ursprünglich ein Sammelkartenspiel, stellen die Mädchen jeweils Schiffe dar und kämpfen auf See. Aus Moe-Gesichtspunkten empfehlenswert zu schauen, ansonsten ist es ein Slice of Life mit ungewöhnlichem Setting und ein paar spannenden Kämpfen. Es gibt auch jede Menge Dōjinshi, falls ihr euch dafür interessiert. Immerhin gibt es ja jede Menge sexy Charaktere.

In Koufuku Graffiti geht es um leckeres Essen, zubereitet von einem Mittelschulmädchen. Und zum Essen kochen gehört auch Essen essen, das bekanntlich alleine nicht so gut schmeckt wie zusammen. Deswegen gibt es auch noch eine kleine, süße Cousine in der Geschichte, sowie eine Schulfreundin.
Warnung: Der Anime macht richtig Appetit!

Log Horizon machte mit seiner zweiten Serie gleich mal den Anfang unter den Animes, die in Spielewelten spielen. Immer noch sehr interessant, auf jeden Fall fand ich es spannender als Sword Art Online. Nur die Weihnachtsfolgen waren etwas langatmig.

Military! ist ein militärischer Kurzanime mit Mädchen, die sehr kindlich gezeichnet sind und daher besonders Moe sind. Dennoch vermisste ich hier so sehr eine Handlung, dass ich ihn bisher nicht beendet habe.

Mit Nanatsu no Taizai oder Seven Deadly Sins hatte das Jahr auch gleich am Anfang einen witzigen Abenteueranime parat. Ähnlich wie bei Akatsuki no Yona sucht auch hier eine Prinzessin, diesmal die sieben "Todsünden" genannten Kämpfer, damit diese das Land retten. Aber während Akatsuki no Yona eine sehr ernste Handlung hat, steht bei Nanatsu no Taizai der Humor im Mittelpunkt. Dieser Anime wurde mir empfohlen und ich empfehle ihn gerne weiter.

Rolling☆Girls ist ein Anime, in dem sich gleich am Anfang die Superheldinnen gegenseitig verletzen. Und so geht es um eine Gruppe normaler Mädchen, die auf ihren Mopeds durch das Land "rollen" und sie Aufträge annehmen, die eigentlich die Superheldin Maccha Green hätte bearbeiten sollen.
Der Anime ist ganz gut anzusehen, eine extra Empfehlung hat er jedoch nicht verdient.

Die Serie Shinmai Maou no Testament hat uns gleich zwei Staffeln beschert. Es ist ein ecchi Harem Anime, bei dem Helden, Dämonen und später sogar Götter eine Rolle spielen. Und mittendrin der männliche Hauptcharakter, der sich eine Harem aus starken Frauen aus dem Reich der Dämonen und Helden aufbaut und gegen alle Fronten ankämpfen muss.
Wenngleich interessant, verdient der Anime keine Empfehlung. Wenn ihr auf viele zensierte Erotikszenen steht, könnt ihr aber mal reinschauen.

2015 war auch das Jahr für Animes über Animeproduktion. Den Anfang damit machte Shirobako, ein Anime über die Produktion zweier Animeserien in einem kleinen Animestudio. Der Anime hat zwar schon im Herbst 2014 begonnen, jedoch möchte ich ihn auf jeden Fall empfehlen, ohne dabei zu spoilern. Ihr werdet jede Menge über Animes erfahren.

Tokyo Ghoul √A, die Fortsetzung der beliebten Serie, wurde auch im Winter 2015 ausgestrahlt. Die Serie hatte ich in der Mitte der ersten Staffel empfohlen bekommen. Unter deutschen Schülern war Tokyo Ghoul seht beliebt. Ich selbst fand sie nicht schlecht, habe aber auch schon vieles gesehen, was mir besser gefallen hat. Insofern gebe ich hierfür nur eine halbe Empfehlung: schaut vielleicht mal rein, und wenn ihr es gut findet könnt ihr ja weiter schauen.

Mit Tribe Cool Crew gab es 2015 eine relativ lange Serie über eine Hiphop-Tanzgruppe, angefangen damit, wie sie sich finden, mit jeder Menge Humor und einen interessanten Ende. Die Animation scheint sehr bunt und mit einem etwas ungewöhnlichen Stil. Wen das nicht stört, der darf gerne mal reinschauen und sich selbst ein Bild machen.

Zu Yuri Kuma Arashi muss ich gestehen, dass ich nicht über die zweite Folge hinaus gekommen bin. Daher kann ich den Anime wohl kaum weiter empfehlen. Ich hatte die Hoffnung auf einen Yuri-Anime. Es scheint aber eher wörtlich um Lilien (Yuri) und Bären (Kuma) zu gehen, und die Bären sind noch dazu böse. Oder so ähnlich, ich habe es ja nicht weiter geschaut.